Wie Fehlerhaft bist Du?


Kennst Du das auch? Diese Tage an denen Du dich einfach Fehlerhaft fühlst. Irgendwie stößt sich Deine Einstellung und Lebensweise mit der Realität. Du glaubst andere halten Dich für Fehlerhaft wenn Du die Dinge so ansprichst und aussprichst wie sie für Dich wirklich sind. Denn gewisse Themen spricht man nicht an oder es gehört sich nicht so zu sprechen oder zu handeln.

 

Wie komme ich raus aus dieser Fehlerhaftigkeit? Indem ich einfach beginne Schritt für Schritt weniger zu werten ...

 

 


Fehlerhaftes begegnet uns im Alltag ganz oft, entweder es wird über uns gewertet oder wir werten über jemanden oder etwas. Wer entscheidet überhaupt was Fehlerhaft ist? Im Grunde genommen Ich selbst. Klar kann man jetzt sagen: "Aber die Gesellschaft gibt die Regeln vor! Die sagen mir was Gut & Böse ist." Diese Regeln/Werte gelten aber nur wenn Du sie annimmst und Dich ihnen unterwirfst.

 

Mein Weg raus aus Fehlerhaftigkeit gründete sich auf 2 Pfeiler. Ein eigenes Wertesystem erstellen und das ständige bewerten im Alltag zu stoppen (bzw. es versuchen so gering wie möglich zu halten). Wie jetzt Wertesystem erstellen und aufhören zu werten? Das spießt sich doch hinten und vorne! Tut es eben nicht, den ich verbringe weniger Zeit damit mir Gedanken darüber zu machen was andere von mir denken. Das ist nämlich auch werten und zwar durch die Augen von anderen und nicht durch meine eigenen! Das komplette Gegenteil eines eigenen Wertesystems.

 

Hier eine Übung zum eigenen Wertesystem:

  1. Stell Dich vor den Spiegel, wenn möglich einer wo Du deinen ganzen Körper siehst.

  2. Erinnere Dich an eine Situation in Deinem Alltag wo dieses Fehlerhafte oder auch "Ich bin doch nicht ganz normal" Gefühl hattest oder Dich jemand sogar darauf hingewiesen hat.

  3. Sieh Dich an was dabei mit dir passiert. Was fühlst Du? Wie sieht Dein Körper & Gesicht dabei aus? Betrachte was dieser Gedanke aus Dir macht!

  4. Wenn das Spiegelbild passt, dann ist es eine Regel die zu Dir passt. Wenn Dir Dein Spiegelbild nicht gefällt dann geht es mit Punkt 5 weiter. 

  5. Verändere Dein Spiegelbild, ändere was Dir nicht gefällt! Wenn Du buckelig stehst, richte Dich auf! Wenn Du Dich traurig fühlst, dann beginne zu lächeln (zieh einen Grinsemund für mindestens 1 Minute. Am einfachsten ist es dabei einen Bleistift zwischen Nase und Oberlippe zu klemmen, glaub mir spätestens jetzt lachst Du!)

  6. Werde Dir bewusst, dass Du es in der Hand hast wie Du dich fühlst. Dein Spiegelbild steht für die anderen. Sieh Dir in die Augen und stelle fest welcher Wert eines anderen dahinter lag und wie es für Dich ist.

  7. Führe ein kleines Buch wo du diesen Wert aufschreibst bzw. wie diese Erfahrung die du gemacht hast mit Deinen eigene Grundwerten übereinstimmt. Zum Bespiel wenn Dich eine Bemerkung über eine Art wie du ein Problem in der Arbeit gelöst hast stört und Du Dein Spiegelbild so verändern konntest, sodass die Bemerkung nichts mehr mit dir macht heißt das "In meinem Freiheitsdenken akzeptiere ich auch die Freiheit anderer und dass Ihnen manche Handlungen nicht gefallen" Ich stehe zu meinen Entscheidungen. Um den Wert den es ging ist Freiheit.

Möchtest Du Dich vielleicht auf andere Weise mit Fehlerhaftigkeit beschäftigen habe ich hier mal eine etwas andere Buchempfehlung für Dich. Für mich war der Roman "Flawed – Wie perfekt willst du sein?" von Cecelia Ahern ein spannende Lektüre zum Thema Fehler und Fehlerhaftigkeit.